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Lichtsäule - Wie ein senkrechter Lichtstreifen durch Eiskristalle entsteht

Manchmal sieht es so aus, als würde ein Lichtschein senkrecht in den Himmel steigen. Das ist eine atmosphärische Erscheinung: Eine Lichtsäule entsteht, wenn winzige Eiskristalle das Licht der Sonne reflektieren. Besonders gut kann man sie bei Sonnenauf- und untergang beobachten.

Inhaltsverzeichnis:

Was ist eine Lichtsäule?

Eine Lichtsäule ist eine atmosphärische Erscheinung, die man kur nach Sonnenuntergang oder kurz vor Sonnenaufgang sehen kann. Es sieht aus, als würde ein senkrechter Lichtstrahl senkrecht von der Sonnen nach oben (obere Lichtsäule) oder unten (untere Lichtsäule) ragen. Die obere Lichtsäule ist viel häufiger zu sehen als die untere.

Lichtsäule vor Sonnenaufgang.
Lichtsäule vor Sonnenaufgang.

Wie entsteht eine Lichtsäule?

In der Luft schweben winzig kleine Eiskristalle, die oft wie kleine Plättchen geformt sind. Durch Luftströmungen können die Kristalle so ausgerichtet werden, dass sie waagrecht schweben.

Trifft eine helle Lichtquelle (Sonne, Mond, Straßenlaterne, etc.) auf diese Eiskristalle, so wird das Licht von diesen reflektiert. Die einzelnen Kristalle wirken wie kleine Spiegel. Die Reflexionen summieren sich dann zu einer senkrechten Lichtsäule.

Wann kann man eine Lichtsäule beobachten?

Da die Sonne die Lichtsäule normalerweise überstrahlt, ist sie nur bei Sonnenauf- und untergang sichtbar.

Bei Sonnenaufgang ist die Lichtsäule sichtbar, bis die Sonnen so hoch steht, dass die Lichtsäule überstrahlt wird.

Bei Sonnenuntergang ist die Lichtsäule bereits bei tief stehender Sonne sichtbar. Nach Sonnenuntergang verblasst sie immer mehr, bis sie nicht mehr sichtbar ist.

Lichtsäulen können auch am Mond oder in kalten Winternächten an Straßenlaternen beobachtet werden.

Text, Fotos: Katrin Reinheimer, 28.8.2025